Während der Schwangerschaft achten viele Frauen besonders auf ihre Ernährung, ausreichend Bewegung und einen gesunden Lebensstil. Ein Bereich wird dabei jedoch oft übersehen: die tägliche Belastung durch WLAN, Mobilfunk und andere Funktechnologien.
Es geht nicht darum, Angst zu machen. Vielmehr darf dieses Wissen eine Einladung sein, bewusste Entscheidungen zu treffen und dort, wo es einfach möglich ist, die Belastung zu reduzieren.
WLAN und seine Besonderheiten
WLAN sendet mit einer Frequenz von 2,4 Gigahertz (GHz) oder bei neueren Router-Modellen oberhalb von 5 Gigahertz. Diese Signale werden gepulst ausgesendet.
Die hohe Leistungsflussdichte direkt am WLAN-Router kann in geringem Abstand beträchtliche Werte erreichen. Forscher Maes [2013] fand Messwerte von bis zu 100.000 Mikrowatt pro Quadratmeter bei WLAN-Routern im Haus.
Zusätzlich sind wir über Computer, Tablets, Drucker, Scanner und andere funkende Geräte einer weiteren Strahlenbelastung ausgesetzt. Aufgrund des oft sehr geringen Abstandes zum Körper kann diese Belastung besonders relevant sein.
Unnatürliche Impulse können Körperprozesse beeinflussen
In die 2,4-GHz-Frequenzen sind kurze 10-Hertz-Impulse eingefügt. Kritische Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Pulsungen biologische Prozesse beeinflussen können. Veränderungen lassen sich beispielsweise über ein Elektro-Myogramm, eine Messung der elektrischen Muskelaktivität, beobachten.
Selbst die Telekom empfiehlt Abstand
Die Telekom schreibt:
„Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten.“
WLAN ist heute nahezu überall
WLAN gehört inzwischen zum Alltag. Es befindet sich in Wohnungen, Hotels, Cafés, Flughäfen, Reisezügen, Krankenhäusern, Altersheimen und Schulen.
Dadurch sind viele Menschen rund um die Uhr elektromagnetischen Feldern ausgesetzt.
Problem Dauerbelastung
Nicht die kurze Nutzung, sondern die dauerhafte Belastung über viele Jahre hinweg wird von zahlreichen Experten kritisch betrachtet.
Dazu kommt häufig die zusätzliche Strahlenbelastung durch Mobiltelefone, Bluetooth-Geräte und andere Funktechnologien.
Entscheidend ist daher immer die Summe der täglichen Belastungen.
Mögliche gesundheitliche Auswirkungen
In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen werden unter anderem folgende mögliche Auswirkungen diskutiert:
• Oxidativer Stress
• Kopfschmerzen
• Müdigkeit und Erschöpfung
• Schlafstörungen
• Konzentrationsprobleme
• Belastungen für Nervenzellen und Hirnfunktionen
• Schwächung des Immunsystems
• Auswirkungen auf Zellen und DNA
• Verstärkung bestehender gesundheitlicher Beschwerden
Du hast es selbst in der Hand
Die gute Nachricht: Bereits kleine Veränderungen können die tägliche Belastung deutlich reduzieren.
• Netzwerk-Kabel nutzen, wenn möglich
• WLAN nachts ausschalten, zum Beispiel über eine Zeitschaltuhr
• Nicht direkt neben dem WLAN-Router arbeiten oder schlafen
• Laptop nicht auf dem Schoß verwenden
• Handy nicht am Körper tragen, besonders in der Schwangerschaft und bei Kindern
• Im Auto, Bus oder Zug möglichst nicht telefonieren
• Handy nachts außerhalb des Schlafzimmers aufbewahren
• Beim Verbindungsaufbau das Handy nicht direkt ans Ohr halten
• Headset oder Freisprecheinrichtung verwenden
• Festnetz bevorzugen, wenn möglich
• Regelmäßig Zeit in der Natur verbringen
• Den Organismus durch eine vitalstoffreiche Vollwerternährung, Bewegung, Yoga, Meditation und ausreichend Erholung unterstützen
Ein Gedanke zum Schluss
Professor Lengfelder, einer der bekanntesten Experten auf dem Gebiet der Strahlenforschung, verwendet zu Hause kein WLAN, sondern arbeitet mit Netzwerk-Kabeln.
Vielleicht ist das eine Einladung, die eigenen Gewohnheiten einmal in Ruhe zu überprüfen und dort Veränderungen vorzunehmen, wo sie leicht umsetzbar sind.
Jeder kleine Schritt zählt – besonders dann, wenn es um das Wohlbefinden von Mama und Baby geht.
Gabriela Gasser, Gesundheitsberaterin GGB, 0664-249 28 29
Weitere Infos: www.genussvollgesund.com
Quellen: Prof. Karl Hecht – international bekannter Stress-Mediziner, WELT online, Strahlenbiologe Prof. Lengfelder, Prof. Dr. Lebrecht von Klitzing, Ärztekammer Wien u.a.

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